Get to know the blogger #2


Hallöchen meine Lieben!
Heute ist Samstag und das bedeutet, dass es wieder Zeit für eine neue Blogvorstellung ist.
 
Fall ihr auch einen Bücherblog betreibt und gerne einmal bei "Get to know the blogger" mitmachen möchtest, dann schreibt mir einfach auf: heuchl.tamara@gmail.com oder hinterlasst mir einfach ein Kommentar unterhalb dieses Beitrages.
 
Dieses mal freue ich mich euch Mikka von Mikka list das Leben... vorzustellen!
 
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Frage 1: Hallo Mikka, könntest du dich meinen Lesern kurz vorstellen?




Aber klar doch! Ich bin 40 Jahre alt und lebe mit meinem Mann in der Nähe von Osnabrück. In
meinem Leben war ich schon Buchhändlerin, Webdesignerin, Programmiererin und seit ein paar
Jahren bin ich Nachhilfelehrerin für Englisch und Mathematik. Wegen einer chronischen Krankheit
arbeite ich allerdings nur sehr wenige Stunden, was mir wiederum viel Zeit zum Lesen lässt.
Zu meinen Hobbies zählen natürlich Lesen, aber auch Schreiben, Geocaching, Zoobesuche, Live-
Musik und Yoga.
 
 
 
 
 
 
 
                   
 
 
                     
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Frage 2: Die wichtigste Frage von allem: Wie kamst du zum Bloggen?

Als ich anfing, Rezensionen zu schreiben, wusste ich gar nicht, dass es sowas wie Buchblogs gibt! Ich glaube, das war 2011 oder 2012 und Buchblogs waren noch nicht ganz so weit verbreitet wie heute. Ich habe auf Amazon immer gerne die Bewertungen gelesen, deswegen habe ich begonnen, selber welche zu schreiben, und mehr war das am Anfang nicht.

Irgendwann habe ich mir eine eigene Webseite für meine Rezensionen erstellt, da ich die aber in keinster Weise beworben oder vernetzt habe, war sie eigentlich nicht mehr als ein persönliches Lesetagebuch. Dann bin ich Ende 2012 zufällig über einen Buchblog gestolpert und dachte: Oh. Oh! Achso! Und dann bin ich zu Blogspot gewechselt.
 
 
 

Frage 3: Kannst du dich noch an deinen allerersten Post erinnern? Wenn ja, um was handelte es sich?

Leider weiß ich nicht mehr, was mein erster Post auf meiner ehemaligen Webseite war, aber bei Blogspot war es eine Kurz-Rezension zum Kinderbuch "Bassus" von Annette Eisenmann. Ihr könnt sie hier finden: http://mikkaliest.blogspot.de/2013/06/bassus-annette- eisenmann.html
  


Frage 4: Hast du deinen Blog, bevor du in online gestellt hast, genau geplant, oder hast du einfach darauf losgeschrieben?

Ich habe ewig am Design rumgetüftelt, aber inhaltlich habe ich einfach drauflosgeschrieben. Damals hatte ich kein echtes Konzept, am Anfang waren es nur Rezensionen, dann habe ich TAGs und Leseaktionen wie „Gemeinsam Lesen“ entdeckt, später kamen Lesewochenenden und Challenges dazu, und und und. Es hat sich also irgendwie organisch entwickelt.
 
 
 

Frage 5: Gibt es jemanden, der dich zu deinem Blog inspiriert hat?

Nein, das kann ich nicht behaupten – wie gesagt, ich habe ja erst gar nicht kapiert, dass es Buchblogs gibt!
 
 
 

Frage 6: Wie kamst du zu deinen Blognamen "Mikka liest das Leben..."?

Eigentlich sagt es genau das aus, was Bücher für mich sind: ein auf Papier gebanntes Stück Leben, das ich ohne das Buch nie erfahren hätte. Auch Fantasybücher enthalten ganz viel echtes Leben, denn man findet die reale Welt wieder in den Motivationen der Charaktere und grundlegenden Themen wie Freundschaft, Verrat, Hoffnung... Aus einem guten Buch kann man immer etwas herausziehen, was auf das eigene Leben anwendbar ist, ob es nun im Auenland oder auf eine Raumfähre spielt.
 
 
 

Frage 7: Was bedeutet "Lesen" für dich? Gibt es dir ein besonderes Gefühl?

Für mich ist Lesen einfach ein Teil meines Lebens, der nicht wegzudenken ist. Meine Mutter hat mir im Kindergarten das Lesen beigebracht und mich in der Kinderbibliothek angemeldet, und danach gab es kein Zurück mehr. Im Laufe meines Lebens hat sich dann immer wieder verändert,was Lesen für mich bedeutete. Mal war es Trost, mal ein Mittel gegen die Langeweile, mal habe ich mit Sachbüchern das Wissen in mich hineingeschaufelt. Das Lesen war immer genau das, was ich gerade brauchte.
 
 
 

Frage 8: Wie kamst du zum Lesen? Hattest du schon von klein auf einen besonderen Bezug zu Büchern, oder kam das später?

Wie gesagt, meine Mutter hat mir schon früh das Lesen beigebracht. Ich bin ziemlich sicher, dass das reine Notwehr war, denn ich wollte ständig, dass sie mir vorliest oder mir Geschichten erzählt! Eine Zeitlang hat sie sich mit Hörspielkassetten beholfen, aber irgendwann kam sie mit der „Lesetreppe“ nachhause, einer Art Spiel zum Lesenlernen. Danach musste sie dann nur schleunigst die nicht kindertauglichen Bücher in ein höheres Regal räumen!
 
 
 

Frage 9: Nach welchen Kriterien rezensierst du deine gelesenen Bücher?

Grob gesagt: Originalität, Spannungsaufbau und Tempo, Charaktere, Schreibstil, Humor, Romantik, Erotik. Wobei es natürlich aufs Genre ankommt, bei einem Krimi werde ich weniger Augenmerk auf Romantik oder Erotik legen, bei einem tragischen Familiendrama gehe ich nicht auf Humor ein.
 
 
 

Frage 10: Wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt, brichst du es ab, oder liest du es eisern weiter?

Dieser Frage habe ich vor kurzem einen ganzen Beitrag gewidmet:
http://mikkaliest.blogspot.de/2016/12/uber-das- abbrechen.html

Ich glaube, dieses Zitat aus meinem Beitrag fasst es ganz gut zusammen:

Lesen sollte Freude bereiten. Die meisten von uns sind umgeben von einer Vielzahl ungelesener Bücher, die wir gerne noch lesen möchten, und das Leben ist eigentlich zu kurz, um sich mühsam durch ein ungeliebtes Buch zu quälen. In meinen Augen sollten wir als Buchblogger uns zwar um vielfältige, interessante Inhalte bemühen, schulden unseren Lesern aber nichts außer Ehrlichkeit. Und da kann auch schon mal dazugehören, dass wir ein Buch einfach nicht beenden konnten. Es kommt aber tatsächlich nur sehr, sehr selten vor, dass ich ein Buch abbreche.
 
 
 

Frage 11: Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt ein eigenes Buch zu schreiben?

Ich mache seit einigen Jahren beim Internationalen Schreibprojekt „NaNoWriMo“ (National Novel Writing Month) mit. Jeden November wieder schreibe ich ein Manuskript mit mindestens 50.000 Wörtern, und das Manuskript verschwindet dann in der Schublade, auf Nimmerwiedersehen...

Das Manuskript, dass ich letzten November angefangen habe, ist mit über 75.000 Wörter noch nicht mal ansatzweise beendet, und ich habe vor, im April endlich mal wieder daran zu arbeiten. Der Arbeitstitel ist „Der Schleichende Mond – Magie im Dunkel“, und es ist High Fantasy mit einem eigenen Weltentwurf, in dem Stärke und Art der Magie von der Mondphase abhängen.
 
 
 

Frage 12: Gibt es ein Buch, welches dich in deinem Leben besonders geprägt hat?

Das erste, was mir spontan in den Sinn kam, war „Momo“ von Michael Ende. In dem Buch geht es ja ganz viel um bewusstes Leben und den Umgang mit der eigenen Lebenszeit, und daran denke ich immer noch oft - gerade, weil wir in meinen Augen in einer sehr hektischen Zeit leben. Jeder ist über WhatsApp und andere soziale Medien immer und überall erreichbar, und ich glaube ehrlich gesagt, dass es total wichtig ist, dass man sich zumindest manchmal komplett ausklinkt und stattdessen darauf konzentriert, was um einen herum gerade passiert. Aber ich bin ja auch so ein Smartphone-Muffel, mein Handy kann telefonieren und sonst nix.
 
 
 

Frage 13: Ebook oder Printbook?

Beides! Nachmittags auf dem Lesesofa bevorzuge ich Printbücher, abends im Bett ist mir mein eBook- Reader lieber, weil man den im Liegen besser hochhalten kann, ohne dass einem die Arme lahmwerden. Auch für unterwegs sind eBooks praktischer. Gerade im Urlaub ist es angenehm, wenn der Koffer nicht immer doppelt so schwer ist, weil man so viele Bücher eingepackt hat!
 
 
 

Frage 14: Nach welchen Kriterien kauft du deine Bücher?

Meist sind es Bücher, die mir entweder Bekannte empfohlen haben oder über die ich interessante Rezensionen auf anderen Blogs gelesen habe. Dazu kommen noch Bücher, die ich kaufen „muss“ - ich bin zum Beispiel Mitglied im Krimi-Lesekreis meiner Lieblingsbuchhandlung und wir suchen immer gemeinsam das nächste Buch aus, das wir lesen, und dazu kommen noch Bücher, die ich für Leserunden und Ähnliches brauche.
 
 
 

Frage 15: Kannst du uns kurz den Weg vom Kauf eines Buches bis zu einer Rezension auf deinem Blog beschreiben?

Erstmal wird das Buch fotografiert und ich lade die Fotos bei Instagram und Pinterest hoch. Dann findet es Erwähnung im nächsten „Frisch am Freitag“, meinem wöchentlichen Neuzugängepost, und wird in meine SUB-Liste eingetragen.

Wann ich das Buch tatsächlich lese, ist sehr variabel. Bücher für Leserunden oder den Krimi-Lesekreiswerden zeitnah gelesen, ich muss aber gestehen, dass manche Bücher sogar Jahre auf meinem SUB liegen... Beim Lesen habe ich immer ein Diktiergerät griffbereit, in das ich alles reinquatsche, was mir für die spätere Rezension wichtig erscheint.

Wenn ich das Buch gelesen habe, schreibe ich manchmal direkt die Rezension, manchmal muss ich das Buch aber ein paar Tage sacken lassen. Dann höre ich das Diktiergerät ab und mache mir Notizen zu den einzelnen Kriterien, und dann kommt die Rezension.
 
 
 

Frage 16: Welchem Autor bist du besonders verfallen?

Eine meiner Lieblingsautorinnen ist Gillian Flynn, die problematische und schwierige Heldinnen schreibt, die aber dennoch ganz großartig sind. Auch Ben Aaronovitch mag ich gerne, und der schreibt ja was ganz anderes, nämlich eine schräge Mischung aus Krimi, Humor und Fantasy.
  


Frage 17: Wie viele Stunden in der Woche, sitzt du vor deinem Computer und bearbeitest deinen Blog?

Ich würde sagen, zwischen drei und zehn Stunden? Das kommt ganz darauf an, wieviele Rezensionen gerade anstehen, bei welchen Aktionen ich mitmache usw.
 
 
 

Frage 18: Wie viele Stunden in der Woche liest du?

Etwa 3 Stunden pro Tag, also etwa 21 Stunden in der Woche.
 
 
 

Frage 19: Was sagen deine Freunde oder deine Familie zu deiner "Büchersucht"?

Die kennen mich ja gar nicht anders, deswegen kommentieren sie es kaum noch! Meine Eltern fragen mich allerdings öfter, warum ich eigentlich kein Geld dafür kriege... Mein Mann seufzt manchmal schwer, wenn er mit traurigem Blick die ganzen Bücherstapel betrachtet, die hier überall rumstehen, hört es sich aber dennoch brav an, wenn ich ihn zuquassele, weil ich unbedingt über das Buch reden muss, was ich gerade gelesen habe. Eigentlich rede ich allerdings nur mit wenigen Freunden und Familienmitgliedern über Bücher oder meinen Blog.
 
 
 

Frage 20: Welche Wünsche, hast du für deine Zukunft als Blogger?

Ich wünsche mir, dass die Bloggerszene vielleicht etwas offener wird für die seltener erwähnten Genres, und dass Blogger sich endlich trauen, auch mal vermehrt über Bücher zu reden, die unbekannter sind oder vielleicht sogar schon etwas älter. Man sieht ja meistens überall die selben Bücher, und manchmal habe ich das Gefühl, Bücher haben ein Verfallsdatum... Bücher, die älter sind als ein Jahr, verschwinden meist wieder in der Versenkung. (Da kommt demnächst auch noch ein Beitrag zu.) Ich muss mich da aber an die eigene Nase packen, ich bespreche auch hautpsächlich neuere Bücher! Aber ich versuche zur Zeit, immer mal wieder auch ein älteres Buch vom SUB zu erlösen – diesen Monat gab es zum Beispiel schon fünf Rezensionen zu Büchern, die älter sind als zwei Jahre.
 
 
 

Und zum Schluss: Was ich meinen Lesern immer schon einmal sagen wollte ist...

Ich freue mich über jeden von euch und danke euch für die vielen Kommentare!
 
 
 

Vielen, vielen Dank an Patrizia, dass ich dieses wirklich tolle Interview mit ihr machen durfte!

 


Hier habt ihr noch die offizielle Adresse für maaraavillosa: http://mikkaliest.blogspot.co.at/
Reinschauen lohnt sich!
 
Ich hoffe euch hat das Interview gefallen! 
 
Nächste Woche freue ich mich schon über das Interview mit Bianca von "Prowling Books".
Wieder am Samstagvormittag, geht das Interview online. 
 
Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Samstag!
 
Alles Liebe, eure

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