Get to know the blogger #8


Hallöchen meine Lieben!
Es ist wieder Zeit einen neuen Blogger kennenzulernen!

Heute stelle ich euch Karin von Buchgefieder vor!



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Frage 1: Hallo Karin, könntest du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Gern. Meinen Namen hast du bereits verraten. Ich bin im Jahr 1977 geschlüpft, bin verheiratet und habe zwei wundervolle Töchter. Ich blogge seit Januar 2013 in meinem Nestchen, dem Buchgefieder.  In der Zukunft sehe ich mich mit grauen Haaren und Rollator vor dem Laptop sitzen und Beiträge diktieren.
 




 

 

Frage 2: Die wichtigste Frage von allen: Wie kamst du zum Bloggen?

Durch eine andere Bloggerin, die ich als User bei Lovelybooks kennengelernt habe. Wir haben uns jeden Tag Nachrichten geschrieben, uns über Bücher unterhalten und irgendwann erwähnte sie, dass sie einen Blog starten möchte. Ich wusste zwar, dass das so eine Art Tagebuch-Internetseite ist, aber kam im Traum nicht auf die Idee, selbst öffentlich zu schreiben. Doch es setzte sich etwas in mir fest und blieb eine Weile hängen. Zum Jahreswechsel 2012/2013 beschloss ich dann, es auch zu versuchen.



Frage 3: Kannstu du dich noch an deinen allerersten Post erinnern? Wenn ja, um was handelte es sich?

Oh ja, es war eine Rezension zu „Wie ein Funke im Feuer“ von Kerstin Groeper. Wenn ich diese heute betrachte, dann hoffe ich sehr, dass ich mich in den letzten vier Jahren beim Rezensieren weiterentwickelt habe.



Frage 4: Hast du deinen Blog, bevor du ihn online gestellt hast, genau geplant, oder hast du einfach darafu losgeschrieben?

Ganz ehrlich? Ich bin eine sehr spontane Person, die neue Dinge ausprobiert. Ich und Planung passt da wenig zusammen. Ich entscheide sehr viel aus dem Bauch heraus. Nach einer Bedenkzeit von weniger als einer Woche habe ich einfach nach einer Plattform gesucht, auf der ich relativ einfach einen Blog erstellen und gestalten konnte. Ich glaube, der Blog war nach zwei Tagen fertig. Vor vier Jahren sah das Nestchen aber noch ganz anders aus.



Frage 5: Gibt es jemanden der dich zu deinem Blog inspiriert hat?

Nicht unbedingt jemand, aber eine Gruppe von Menschen. Ich bin seit meiner Teenagerzeit interessiert am vergangenen und vor allem heutigen Leben der Nordamerikanischen Ureinwohner, hier als Indianer bekannt, in ihren Kreisen eher Native People. Ich wollte zeigen, dass Bücher von und mit ihnen nicht nur in die Jugendbuchecke gehören und vor allem, dass sie überhaupt in eine Buchhandlung gehören. Dabei war mir immer wichtig, authentische Bücher vorzustellen und verschiedene Klischees zu entlarven.


Frage 6: Wie kamst du zu deinem Blognamen "Buchgefieder"?

Über den Namen habe ich wohl am längsten gegrübelt. Es sollte etwas sein, was meine Leseleidenschaft und mein Interesse für das Leben der Native People erkennen ließ. Vor allem sollte es etwas Gesamtheitliches sein, was das Thema Literatur umfasst. So entstand mein Nestchen. Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass ich ein kleines Faible für die Vogelwelt entwickelte, so passt es wohl heute noch viel besser als am Bloganfang.



Frage 7: Was bedeutet "Lesen" für dich? Gibt dir lesen ein besonderes Gefühl?

Lesen gibt mir nicht nur ein besonderes Gefühl. Ich nutze das Lesen um vom Alltag abzuschalten, aber auch um zu träumen, manchmal ist es die perfekte Ablenkung von düsteren Gedanken oder es ist einfach Urlaub für die Seele. Lesen ist mir wichtig, auch für das Schreiben und das betrifft nicht nur Rezensionen. Beides, Lesen und Schreiben waren schon immer Teile meines Lebens.



Frage 8: Wie kamst du zum Lesen? Hattest du schon von klein auf einen besonderen Bezug zu Büchern, oder kam dies später?

Bei meinen Eltern und Großeltern gab es immer Bücher, obwohl sie selbst nie viel gelesen haben und es auch nach wie vor nicht tun. Dadurch hatte ich aber auch die „Bibliothek“ für mich allein. Als Kind habe ich mich in den Reiseerzählungen von Karl May verloren oder Erich Kästners Bücher heimlich unter der Bettdecke gelesen. Mit 10 Jahren war ich dann auch Dauergast in den umliegenden Bibliotheken. Gekauft habe ich mir bis zu meiner Lehrausbildung allerdings kein einziges Buch.



Frage 9: Nach welchen Kriterien rezensierst zu deine gelesenen Bücher?

Meine Rezensionen sind meist sehr persönlich und vor allem spontan. Geplante Rezensionen gelingen mir eher nicht. Ich muss ein Buch lesen und es dann auch gleich bewerten, sonst ist das Gefühl zum Buch nicht mehr frisch. Ich gebe den Inhalt immer in eigenen Worten wieder, nach Möglichkeit ohne zu spoilern, aber dafür mit einer Art Cliffhanger. Danach konzentriere ich mich auf die wesentlichen Dinge wie Plot, Figuren, Stilmittel und Aufmachung. Selbstverständlich probiere ich immer, das für mich Besondere am jeweiligen Buch zu meinen Lesern zu transportieren. Außerdem erläutere ich, wer Zielgruppe für das Buch sein könnte. Das gelingt mal mehr, mal weniger.



Frage 10: Wenn dir ein Buch überhaupt nicht gefällt, brichst du es ab, oder liest du es eisern zu Ende?

In den meisten Fällen breche ich es ab und starte nach einer gewissen Zeit eventuell noch mal neu. Klappt es auch dann nicht, dann gibt es kein Pardon für das Buch und es landet ungelesen im Regal, wird verschenkt oder an die Bibliothek im Ort weitergereicht. Ich habe auch schon Bücher freigelassen und darauf gehofft, dass sie einen Leser finden werden, der sie zu nehmen weiß. Lesegeschmack ist eine Sache über die man nicht streitet und vor allem sollte man Lesezeit bewusst mit Büchern verbringen, die einen nicht Wort für Wort quälen.



Frage 11: Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt dein eigenes Buch zu schreiben?

Nicht nur gespielt. Seit ein paar Jahren habe ich eine Idee im Kopf. Ich versuche mich immer wieder hinzusetzen und das Handlungsgerüst grob zu skizzieren. Leider bin ich ein durch und durch spontaner Mensch und stehe mir bei Planungen jeglicher Art selbst im Weg. Aber das Projekt schlummert nur, es wird erwachen und ich werde den Versuch wagen, es bis zur letzten Seite aufzuschreiben und es an ein paar Verlage zu schicken.



Frage 12: Gibt es ein Buch welches dich in deinem Leben besonders geprägt hat?

Geprägt ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber das Interesse geweckt. Das war eindeutig Karl Mays „Weihnacht!“



Frage 13: Ebook oder Printbook?

Unbedingt Printbook. Ich sitze genug Zeit vor einem leuchtenden Bildschirm. Sicher kann man auf dem Reader mehr Bücher mitnehmen, aber mir würde der typische Buchduft und vor allem die Seiten zwischen den Fingern fehlen.



Frage 14: Nach welchen Kriterien kaufst du deine Bücher?

Wirkliche Kriterien gibt es nicht. Ich lese außer Comic und Chick-Lit alles, was sich interessant anhört. Das ist vielleicht das einzige Kriterium, dass mich der Klappentext schon packen muss. Ab und zu kaufe ich auch mal ungesehen, dann aber nur von diversen Lieblingsautoren.



Frage 15: Kannst du uns kurz den Weg vom Kauf eines Buches bis zu deiner Rezension auf deinem Blog beschreiben?

Am Beispiel von Clara Maria Bagus Buch „Vom Mann, der auszog, um den Frühling zu suchen“ganz kurz zu erklären. Urlaub, morgens 10:00 Uhr Buch gekauft (Wunschbuch), bis ca. 15:00 Uhr Buch gelesen. Zum Glück noch hell. Schnell ein Foto gemacht. Am Blog die Worte fließen lassen, spontan, wie ich bin. Abends Rezension in Form gebracht und gepostet. Begeisterung und Link zur Rezension im Social Media geteilt. Das ist sicher eine Idealvorstellung, die so in den wenigsten Fällen passiert. Aber du wolltest es doch kurz, oder?



Frage 16: Welchem Autor bist du besonders verfallen?

Allen die in meinen Augen bildhaft schreiben und hervorragend Figuren ausarbeiten können. Dazu zählen mittlerweile schon einige Autoren, die ich gelesen habe. Häufiger findet man Kerstin Groeper, Ivo Pala, Titus Müller, Antonia Michaelis, Nicholas Sparks, Mitch Albom aber auch Stephen King in meinem Bücherregal. Entschuldige, aber ich kann mich da nicht festlegen.



Frage 17: Wie viele Stunden in der Woche, sitzt du vor deinem Computer und bearbeitest deinen Blog?

Mein Mann würde ganz klar antworten, dass es zu viel ist. Ich denke, er hat Recht. Es ist auf jeden Fall mindestens eine Stunde am Tag oder eben mindestens sieben Stunden in der Woche.



Frage 18: Wie viele Stunden in der Woche liest du?

Ich versuche, so oft wie möglich zu lesen, aber der Drang den Blog zu perfektionieren und die Prokrastination, bringen mich meist dazu, dass es weniger ist, als ich möchte. Ich sag es mal anders. Für jeden Tag nehme ich mir mind. eine halbe Stunde Lesezeit.



Frage 19: Was sagen deine Freunde oder deine Familie zu deiner "Büchersucht"?

Nichts. Sie haben es aufgegeben und ich habe mich an das Augenrollen gewöhnt. Manchmal werde ich nach Empfehlungen gefragt, das finde ich wiederum sehr gut.



Frage 20: Welche Wünsche hast du für deine Zukunft als Bloggerin?

Ich möchte weiterhin und so lange wie möglich Spaß am Bloggen haben, Spaß am Lesen, lieber in der Buchhandlung stöbern als in Klamottenläden und neue Autoren entdecken. Wenn sich nebenbei der Blog etabliert und meine Leser bleiben, dann ist dies das Krönchen für mein Buchgefieder.



Und zum Schluss: Was ich meinen Lesern immer schon einmal sagen wollte ist...

…in erster Linie: Danke! Dafür, dass ihr meine geistigen Ergüsse lest und so wunderbare Kommentare verfasst. Und zweitens: Lest, was immer euch gefällt! Macht die Welt lesend zu einem besseren Ort und spart nicht mit Empathie!


Vielen, lieben Dank an Karin für dieses tolle Interview!

 


Hier habt ihr noch die offizielle Blogadresse von Buchgefieder: https://buchgefieder.blogspot.co.at/
Reinschauen lohn sich!
 
Nächste Woche freue ich mich schon über das Interview mit Ann-Bettina von "ABS-Lese_Ecke".
Wieder am Samstag, geht das Interview online. 
 
Ich wünsche euch allen noch ein wunderschönes Restwochenende!
 
 
Alles Liebe, eure
 

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