Autoreninterview mit Maria Gomoll


Hallöchen meine Lieben!
Gestern habe ich das tolle Buch "Mond-Schatten-Sonne" von Maria Gomoll beendet und rezensiert. Heute habe ich das große Vergnügen, mit Maria Gomoll ein Interview zu führen.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Frage 1: Könntest du dich meinen Lesern kurz vorstellen?

Mein Name ist Manja Fünfstück, ich bin (noch) 38 Jahre alt und stamme aus Lübeck. Angefangen zu schreiben habe ich bereits als Kind, mit 10 Jahren begann es mit Geschichten von Tieren und Schlümpfen auf einer Schreibmaschine, und mit 12 dann ging es mit Fantasy los, nachdem ich Bücher wie Urshurak las, die ich in der Stadtbücherei fand. Diese fremden Welten haben mich einfach gepackt und nicht mehr losgelassen, und ich wollte selber welche erschaffen. Außer reiner Fantasy liebe ich SiFi, vor allem Stark Trek und Star Wars, ebenso Animes und alles was mit Superhelden zu tun hat, egal ob Comicbücher, Filme oder Serien, ich bin wirklich dankbar in einer Zeit zu leben, in der die Technik erlaubt diese phantastischen Welten lebendig werden zu lassen, in meiner Kindheit war das noch undenkbar!
Daneben liebe ich Krimis, vor allem die aus England, dabei bevorzuge ich jedoch eher leichte Geschichten, wie etwa Inspektor Barnaby, nicht harte Stoffe wie von McDermid.
           
           
            
          
              (c) Maria Gomoll

Frage 2: Wer oder was hat dich dazu inspiriert dieses Buch zu schreiben?

Neben den fiktiven Geschichten liebe ich Sagen und Legenden, besonders die keltische Mythologie, allen voran die irisch/gälische, und natürlich die Erzählungen rund um König Artus und Robin Hood, was lag da näher als sie miteinander zu verbinden? Das hat es in verschiedenen Formen bereits gegeben, z.B. in einer Fernsehserie aus den 90igern, die mich teilweise inspirierte, aber ich wollte weitergehen und tiefer in die Mythologie eindringen, und außerdem eine ganz neue Geschichte aus einer so alten Legende machen, die in über tausend Jahren schon oft erzählt wurde. In den beiden nachfolgenden Bänden werden weitere Geschöpfe der irischen Sagenwelt auftauchen, die eine wichtige Rolle spielen.



Frage 3: Hast du einen besonderen Ort bei dem du am liebsten schreibst?

Im Wohnzimmer auf der Couch am Laptop, das ist schön gemütlich.



Frage 4: Liest du privat auch gerne, wenn ja was liegt zur Zeit auf deinem Nachtkästchen?

Lesen gehört für mich zum Alltag, ich bin ein großer Fan der Drachenlanze-Reihe, die Osten Ard-Romane, das Schwarze Auge und natürlich die Bücher von Heitz und Co, also Die Elfen, Die Zwerge und Die Trolle. Vermutlich wird erwartet, dass auch Tolkien zu meinen Lieblingen gehört, das ist jedoch nicht der Fall. Ich bewundere die Welt, welche er erschuf, mitsamt den Sprachen, aber mir sind die Herr der Ringe-Romane viel zu langgezogen, und Stellenweise schlicht langweilig, er beschreibt Dinge wie Landschaften Seitenlang, beim ersten Lesen habe ich sogar aufgehört, und erst Jahre später, nach der ersten Verfilmung, nochmal von vorne angefangen. An meiner Meinung geändert hat es allerdings nichts. Harry Potter hat mir sehr gut gefallen, ein Fan bin ich trotzdem nicht geworden.
Derzeit lese ich Tintenherz, was mir bisher sehr viel Freude macht.

Frage 5: Hast du ein Idol, wenn ja, wem und warum?

Nein, so etwas wie Idole habe ich nicht, es gibt nur Welten wie Krynn aus Drachenlanze die mich sehr inspirierten, es ist eine ebenfalls komplexe und faszinierende Welt, mit all ihren Geschöpfen und Charakteren.



Frage 6: Gibt es ein Zitat oder einen Spruch, den du einmal in einem Buch gelesen hast und der dich seit jeher nicht mehr loslässt?

Nein, da fällt mir nichts ein.



Frage 7: Hattest du während des Schreibens eine Schreibblockade, wenn ja wie gingst du damit um?

So etwas passiert bei mir dann, wenn es mir gerade schlecht geht, z.B. aus persönlichen Gründen, aber damit muss man leben, das geschieht jedem Schriftsteller, sich zu zwingen weiterzuschreiben bringt nichts, dabei kann nichts Gutes herauskommen. Ich gedulde mich, und sobald die Krise überwunden ist, habe ich wieder richtig Lust am schreiben, und es macht Spaß.



Frage 8: Gibt es schon neue Buch-Projekte, über die du uns eine Kleinigkeit verraten könntest? (abgesehen von den Folgebänden deiner Trilogie)

Ich habe eine Neuerzählung der Artus-Legende im Sinn, die mit Figuren und Ereignissen aus Mond-Schatten-Sonne in Verbindung steht, z.B. durch die Vorfahrin einer Zauberin, einer Tochter von Merlin, und den Elfen.



Frage 9: Wer war der Erste der dein Buch lesen durfte und wie kam es an?

Meine Mutter, sie hat mich beim Schreiben stets unterstützt, wir haben ein sehr enges Verhältnis zueinander.



Frage 10: Hast du ein paar Ratschläge, für junge Autoren, die du ihnen mit auf dem Weg geben kannst?

Ich selber habe einen ziemlich langen und holprigen Weg hinter mir, ehe ich einen Verlag fand, der bereit war meiner Geschichte eine Chance zu geben. In der heutigen Zeit verlassen die großen Verlage sich inzwischen fast ausschließlich auf Agenturen, was vielen gar nicht bewusst ist, eingesandte Manuskripte werden entweder ignoriert, oder Praktikanten zum Lesen gegeben, es ist praktisch aussichtslos dort unterzukommen, mindestens 80% von deren Veröffentlichungen sind Übersetzungen, vor allem dem Englischen! Ich rate daher zu kleinen Verlagen, Agenturen oder Selfpublishing, wobei letzteres natürlich am Schwierigsten ist. Wenn man es ernst meint, darf man nicht leicht aufgeben und sich unterkriegen lassen, und bloß nicht auf Druckkostenzuschussverlage (DKZV) hereinfallen, das kostet eine Menge Geld, und die Buchpreise sind lächerlich hoch, niemand kauft von einem unbekannten Autor ein Buch für 30 Euro, man muss für alles bezahlen, was ein Verlag zu übernehmen hat, z.B. das Lektorat oder eine Vorstellung auf einer Buchmesse. Fuß zu fassen ist gerade auf dem hart umkämpften Buchmarkt schwierig, es gibt viel Konkurrenz, das Internet macht es inzwischen allerdings leichter, da man dort viele Menschen erreichen kann. Geduld ist also das Wichtigste, und natürlich eine gute Geschichte!



Frage 11: Ab wann wusstest du, dass dein Manuskript fertig zum Abschicken war?

Nachdem ich es immer wieder durchgelesen und korrigiert habe, und letztlich selber damit zufrieden war. Natürlich ist es niemals perfekt, und man kann Dinge übersehen, dazu gibt es dann ein Lektorat.



Frage 12: Ebook oder Printbook?

Ausschließlich Print, da bin ich ziemlich altmodisch. Ich muss ein Buch in Händen halten, und die Seiten umblättern können, das gehört für mich zum Lesen einfach dazu.



Frage 13: Kannst du uns kurz den Weg, von der Idee deines Buches bis zur Veröffentlichung beschreiben?

Am Beginn stand natürlich die Idee, die ich niederschrieb und sich stetig weiterentwickelte, auch in Richtungen, an die ich zuvor gar nicht dachte. Als ich zufrieden war und die Geschichte für ausgereift hielt, nicht perfekt, verschickte ich sie an Agenturen und Verlage, und das über einen längeren Zeitraum hinweg, bis ich eine positive Antwort erhielt, und einen Vertrag. Dem folgte ein Lektorat sowie die Wahl eines Covers und Fertigung einer Website, und danach wurde das Buch veröffentlicht.



Frage 14: Hattest du schon als Kleinkind einen besonderen Bezug zu Büchern? Wenn ja, was war dein Lieblingskinderbuch?

Als Kind habe ich Bücher verschlungen, gedruckte ebenso wie Comics. Ein einzelnes Lieblingsbuch hatte ich nicht, dazu gab es einfach zu viele, ich las TKKG ebenso wie Märchen und phantastische Geschichten.



Frage 15: Wie ist deine Meinung zu Buchverfilmungen? Siehst du sie dir gerna an, oder reicht dir das Buch?

Ich liebe Buchverfilmungen, allen voran, natürlich, Herr der Ringe und Der Hobbit, ich habe sie aufgenommen und schaue sie immer wieder. Ebenso sehe ich viele Serien,  inzwischen immer mehr über Streamingdienste, z.B. die Marvelserien, oder The Magicians und Shannara-Chronicles, das gehört für mich zum Alltag. Allerdings kann das auch gehörig daneben gehen, ich denke nur an die Verfilmung von Tintenherz, das Buch ist viel besser, dann ist man natürlich enttäuscht und fragt sich, wie das passieren konnte.



Und zum Schluss: Was du deinen Lesern schon immer einmal sagen wolltst ist...

Ich hoffe, dass meine Geschichten euch Freude bereiten, und ihr mich weiter auf meinem Weg durch phantastische Welten begleitet.


Ich bedanke mich ganz herzlich bei Maria Gamoll für dieses tolle Interview mit ihr und wünsche ihr für ihre Zukunft alles Gute!

Alles Liebe, eure

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